- Gitarren -

Vihuela

sechschörig

gebaut von Bernd Ahlert Hamburg 1979

Die „Vihuela da mano“ (gezupfte V.) war das früheste Gitarreninstrument und hatte ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert. Sie wurde überwiegend von professionellen Musikern gespielt und besaß  6 bis 8 Doppelsaiten, die unisono gestimmt waren. Verbreitungsgebiet war Spanien und Italien.


Renaissancegitarre

vierchörig

nach Belchior Diaz
Gebaut von Frank-Peter Dietrich, Erlbach

Dies war die kleine Schwester der Vihuela, ausgestattet mit 4 Doppelksaiten und unterschiedlichen Stimmungen. Neben einigen namhaften Vihuelakomponisten, die anspruchvolle Stücke für dieses Instrument schrieben, wurde es zunehmend für die Liedbegleitung gebraucht und nahm an Popularität zu.


Barockgitarre 3

fünfchörig

nach Joachim Tielke Hamburg 1703
Nachbau von Bernd Ahlert Hamburg 1984

Durch das Hinzufügen eines fünften Saitenpaares entstand die Barockgitarre oder 'Guitarra española', ein in vielen europäischen Ländern beliebtes Instrument, für das zahlreiche Tabulaturausgaben erschienen. Es gab  verschiedenen Stimmungen und Tabulaturen, wodurch sich spezielle Klangeffekte ergaben.


Barockgitarre

nach Antonio Stradivari, Cremona 1700

Nachbau von Frank-Peter Dietrich 1994

Stradivari baute nicht nur Streichinstrumente, sondern auch einige Barockgitarren, die sich durch eine wunderbare Ausgewogenheit der Proportionen auszeichnen. Das Originalinstrument steht  heute im Londoner Ashmolean-Museum. Es wurde aus den klassischen Streichinstrumenten-Hölzern Ahorn und Fichte gebaut und hat eine Mensur von 74cm.


Klassik-Terzgitarre

nach Grobert, Paris um 1800

Nachbau von Bernd Ahlert Hamburg 1991

das Original dieser Klassikgitarre von Grobert wurde von diesem an  Hector Berlioz und Nicolo Paganini verliehen,  die beide das Instrument signierten. Es hat ein mit der Decke bündiges Griffbrett, einen Kopf mit Steckwirbeln und einen Steg mit Stöckerlbefestigung der Saiten. Dieses Instrument wurde als Terzgitarre aus Vogelaugenahorn und Fichte gebaut.


Klassikgitarre

nach Louis Panormo, London Anfang 19. Jahrhundert

            Nachbau von Bernd Ahlert 1996

Die Instrumentenmacherfamilie Panormo stammte aus Italien und ließ sich 1819 in London nieder, wo Louis Panormo eine wegweisende Konstruktion seiner Gitarren entwickelte. Er stand in der Tradition des spanischen Gitarrenbauers Pagés und benutzte eine symmetrische Fächerbeleitung der Decke. Das Instrument wurde aus Riopalisander und Fichte gebaut und zeigt klassizistische Merkmale in seiner Gestaltung. Mensur: 63.5 cm


Torresgitarre

"La Suprema"

nach Antonio de Torres 1864
Nachbau von Bernd Ahlert Hamburg 1995

Antonio de Torres (1817-1892) gilt als einer der führenden Gitarrenbauer und Wegbereiter der modernen Gitarren. Er vervollkommnete die innere Konstruktion der Gitarre und schuf wegweisende Instrumente, die die führenden Virtuosen spielten und viele andere Gitarrenbauer zu Veränderungen anregten. Das Buch „A. de Torres“ von José Romanillos gilt heute als Standardwerk.


Terzgitarre

Vogelaugenahorn /Fichte

Bernd Ahlert 1998

Moderne, etwas kleinere Gitarre, die eine kleine Terz höher steht. Diese Gitarren werden im Ensemblespiel eingesetzt, wo sie in der Alt-Lage spielen. Es ergibt sich ein durchsichtigerer, klarerer Klang als bei der normalen (Prim-)Gitarre.
Diese Eigenschaft macht das Instrument auch für die Interpretation von Lautenmusik interessant.   Mensur: 57 cm


Gitarre von Gerold Karl Hannabach

Bubenreuth 1987

Hannabach (geb.1928) ist einer der bekanntesten süddeutschen Gitarrenbauer, ursprünglich aus Schönbach stammend. Er entwickelte viele Modelle und war ebenfalls maßgeblich an der Verbreitung und Entwicklung von Kindergitarren mit kleineren Mensuren und Größen beteiligt. Hannabach hat stets Kollegen und Quereinsteiger im Gitarrenbau unterstützt. Dieses Instrument wurde aus Riopalisander und Fichte gebaut. Es hat einen geschnitzten Kopf von Ulimann, der bereits für Weissgerber arbeitete.


Gitarre von Gerhard Schnabl

Bräuningshof 1998

Gerhard Schnabl (geb. 1939) stammt aus Schönbach und zählt heute zu den namhaften deutschen Gitarrenbauern. Er arbeitete bis 1974 als Meister im Betrieb von Oskar Teller und machte sich ein Jahr später mit eigener Werkstatt in Bräuningshof selbständig.
Diese Gitarre wurde aus Riopalisander und Fichte gebaut und wurde z.T. bei der CD „Classical Folklore“ benutzt.


Gitarre von Bernd Ahlert

Lutzhorn 2000

 Diese Gitarre ist ein eigenes großes Konzertmodell von Bernd Ahlert. Es besitzt eine neuartige, besondere Deckenkonstruktion für einen intensiven langen und voluminösen Ton mit rundem Diskant. Schellack-Handpolitur.
Die Ansprache der Gitarre ist sehr leicht.
Der Korpus ist aus ostindischem Palisander und Fichte gebaut. Spezieller Ahlert-Steg mit verschiebbaren Stegeinlagen für eine bessere Intonation.

 


Gitarren nebeneinander